Entzug kommt wieder

 
Hallo Gemeinde,

bin seit 27 Tagen rauchfrei, mir geht es im Moment nicht sehr gut.

Ich habe sehr starke Entzugserscheinungen, Bauchschmerzen,

und starkes Rauchverlangen. Kann das nach fast 4 Wochen wieder

kommen. Irgend wie bin ich auch traurig und depressiv.

cu

Steffen

26.10.2008 19:42


 
Hi Steffen,

ich hab schon oft gehört, dass das Verlangen plötzlich wieder voll zuschlägt (deswegen darf man sich nie zu sicher fühlen). Aber es geht vorbei und es geht immer schneller vorbei lächel

Was genau meinst Du mit Entzugserscheinungen? Das Bauchweh kann eventuell andere Gründe haben, denke ich. Ich kann mir nicht vorstellen, wo Bauchweh nach 27 tagen ohne das Drecks-Gift herkommen sollte.

Leg die Ohren an, es geht echt wieder vorbei Daumen hoch Sonne Klee Stimmungsschwankungen sind sehr häufig. Das Rauchen hat ja auch große Auswirkungen auf die Psyche gehabt und die muss nun anders klarkommen. Aber auch das funktioniert! Es dauert nur länger. Überleg mal, wie lange Du geraucht hast, das Umlernen braucht dagegen eigentlich nicht lange, aber da durch kommen ist nicht immer "Kindergeburtstag"

Du hast 27 Tage geschafft, Du schaffst noch viel, viel länger!

Liebe Grüße
FreeMausi

Am 23.07.2008 erblickte ein neuer, kleiner Exraucher das duftende Licht der Welt... und am 01.10. ein kleiner neuer Sportmops (Betonung auf Mops höhö)

26.10.2008 19:56 | geändert: 26.10.2008 20:00


 
Hallo, Steffen,

es tut mir Leid, dass es Dir nicht gut geht.

Alle Symptome, die Du beschreibst, wie Depressionen, Verstimmungen, Bauchschmerzen... kenne ich auch aus meinen verschiedenen Entwöhnungs-Versuchen.

Ich finde es aus meiner Erfahrung heraus nicht ungewöhnlich, dass die Symptome auch nach mehreren Wochen wieder auftreten. Und ich schäme mich beinahe, dir etwas ganz simples zu sagen: es hört auf. Es hört wahrscheinlich sogar ziemlich schnell wieder auf.

Hast du alternative Handlungen parat, wenn dich das Rauchverlangen packt? Ich glaube, das ist wichtig.

Es geht vorbei, Steffen. Und danach ist es unglaublich viel besser.

Ich halte fest meine Daumen für dich.
klick

26.10.2008 20:09


 
@ Steffen
Ich kann dir genau nachfühlen traurig, wie es dir geht.Ich habe heute den 15 rauchfreien Tag und ich habe den ganzen Tag nur einen Wunsch:Zu rauchen.Und das obwohl ich 15 km gewandert bin.
Das geht vorbei?Ich kann mich den Vorrednern nicht anschließen"allein mir fehlt der Glaube" lachWeißt du im Moment tut es mir gut, dass es noch jemand gibt, dem es nicht gut geht.Ich bin heute zickig,und richtig miesepetrig.Wenn es nicht besser wird:Was machst du dann?
LG panik

"Es ist nicht genug zu wissen, man muß es auch anwenden.Es ist nicht genug zu wollen, man muß es auch tun"Johann Wolfgang von Goethe

26.10.2008 21:57


 
Danke für die lieben Beiträge, sie haben mich sehr aufgebaut.

Heute geht es auch schon viel besser.

Hallo panik, wenn es mich packt, dann laufe ich durch die Natur,

mit reichlich Äpfel im Gepäck. Ich muss auf alle Fälle aktiv werden,

und wenn ich eine Runde mit dem Auto drehe ( bei ganz miesem

Wetter) hilft mir auch.

Ich wünsche Dir einen erfolgreichen 16ten Nichtrauchertag.

Steffen

27.10.2008 08:02


 
Hi Steffen! Sonne

Super, dass es dir heute besser geht!!! Daumen hoch Daumen hoch Daumen hoch

Mit den Bauchschmerzen würde ich sicherheitshalber trotzdem zum Arzt gehen, falls es sich über mehrere Tage schleppt. Aber wahrscheinlich kommt es echt von der Rauchentwöhnung. bäh Mein Magen und Darm haben mir auch schon öfters komisch mitgespielt in der NMR-Zeit. lach

Finde ich super, wie du dich ablenkst! Daumen hoch Ich denke, dass es in diesen Phasen wichtig ist, sich in einer Umgebung zu bewegen, die mit dem Rauchen nichts zu tun hat und so viele andere "Reize" bietet, dass man abgelenkt ist. zwinker Daumen hoch

LG Klee


NMR seit 29.09.08 - "Wer Raucher küsst trinkt auch aus Kloschüsseln!" bäh

27.10.2008 08:31


 
Hey Steffen,
ich bin jetzt 5 Wochen rauchfrei und was soll ich sagen...ich habe manchmal so schlimme Schmachter das ich echt Angst habe die nicht zu überstehen.Oft denke ich den ganzen Tag nicht an Ziggis und gestern zb konnte ich an nichts anderes denken.Mir ging es so schlecht das ich es den ganzen Tag am Kreislauf hatte und es mir einfach nur schlecht war.
Hatte ja schonmal aufgehört für 6 Monate aber es ging nicht annähernd so schwer wie diesesmal.Und ich habe keine Ahnung an was es liegt.
Heute geht es wieder besser.Aber es ist ja noch früh und ich hoffe nur das es auch so bleibt.

LG,Petra

27.10.2008 09:25


 
Hey Steffen

Auch ich kann bestätigen, dass irgendwann einmal alles verrückt spielt - ich bin nunmehr seit über neuen Monaten "rauchfrei" - doch kommen immer wieder Attacken, völlig aus dem nichts. Die Symptome sind jedes mal anders - einmal spinnt die Verdauung - ein andersmal bin ich von einer Sekunde auf die andere absolut gereizt - dann bin ich wieder Lustlos, abgespannt und was es noch so alles gibt.

Aber lass den Kopf nicht hängen - diese Attacken (wie sie auch immer auftreten) werden weniger und weniger - und man stellt sich auch irgendwie darauf ein.

Schade ist es nur, und das ist mir bei frühreren Rauchstoppversuchen öfters passiert - wenn man in diesen wenigen Stunden, teilweise auch Minuten, den kleinen Monstern nachgiebt und dafür dann wieder die innere Zufriedenheit "ich hab's geschafft " verliert.

Viel Glück - du wirst es schaffen!
Fasi

Rauchfrei ohne Hilfsmittel seit dem 16.1.2008 19H10

27.10.2008 10:09 | geändert: 27.10.2008 10:09


 
hallo fasi und die anderen Beitragsschreiber,

es geht mir nicht alleine so, mit diesen Attacken, ist gut zu wissen.
Es ist jedoch ein klarer Beweis dafür, was für ein Teufelszeug ich jahrelang konsumiert habe, meine Körper systematisch, über all die Jahre vergiftet zu haben, wird mir erst jetzt bewusst.
Leute, schreibt und redet Euch alles von der Seele, was Euch einfällt oder bedrückt. Dann wird es spürbar leichter um Euer Herz.


Steffen

27.10.2008 13:46


 
Hallo Steffen,
ich begrüße dich recht Herzlich in diesem Forum und finde es super, dass du mit dem Rauchen Schluss gemacht hast. Diese Suchtattacken sind äußerst lästig und unangenehm, aber sie sind normal und sie gehen wieder vorbei Wir alle hier haben das durchgemacht und du kannst es auch schaffen! Glaub an dich, trau dir zu stärker zu sein als die Sucht lächel Daumen hoch Klee
Mir hilft in solchen Situationen viel zu lesen. Ich habe mir Bücher gekauft (oben findest du eine gute Auswahl) und ich habe alles gelesen, was ich über's Rauchen und Sucht finden konnte. Das hat mir sehr geholfen, dem Teufel die Stirn zu bieten.

Der Begriff Abhängigkeit (umgangssprachlich: Sucht) im steht in der Medizin und klinischen Psychologie für das unabweisbare Verlangen nach bestimmten Stoffen oder Verhaltensformen, durch die ein kurzfristig befriedigender Erlebniszustand erreicht wird. Diesem Verlangen werden nach Verständnis der Weltgesundheitsorganisation die Kräfte des Verstandes untergeordnet. Es beeinträchtigt die freie Entfaltung einer Persönlichkeit und kann die sozialen Bindungen und die sozialen Chancen eines Individuums beeinträchtigen oder zerstören, was sehr häufig der Fall ist. Abhängigkeit wird von der WHO als Krankheit eingestuft [1]und nicht als Willens- oder Charakterschwäche.
„Nikotin ist eine der am schnellsten süchtig machenden Substanzen. Es hat nicht nur psychostimulierende Wirkungen wie Kokain oder Amphetamin, sondern stößt im Gehirn die gesamte Breite der Neuromodulatoren an und wirkt wie der Dirigent in einem Konzert auf viele Instrumente ein“.
Außerdem bestehe eine enge räumliche Beziehung zum dopaminergen Belohnungssystem, einer entwicklungsgeschichtlich entscheidenden Struktur. Sie wirkt auf Funktionen wie Essen, Trinken und Sexualität, die notwendig sowohl für die Existenz des einzelnen Menschen als auch für das Überleben der Art sind. Beim Rauchen belohnt sich der Mensch also ebenso wie bei der Ausführung existentieller Handlungen.
Weitere Entzugserscheinungen entstehen dadurch, dass die ständige Stimulierung des Belohnungssystems durch das Nikotin ausbleibt. Sie können sich durch Gereiztheit, Ungeduld, Aggressivität, schlechte Laune bis hin zu Depression und Konzentrationsstörungen äußern. Dieser Zustand kann Monate andauern und ist einer der Hauptgründe dafür, dass Ex-Raucher wieder rückfällig werden.
Den meisten Menschen ist nicht bewusst, dass die Abhängigkeit vom Nikotin der von sogenannten „harten Drogen“ wie Heroin und Kokain im Wesentlichen vergleichbar ist, wenn sie in vergleichbarem Maße und vergleichbarer Weise eingenommen werden. In den anderen Entzugserscheinungen können sich die verschiedenen Substanzen stark unterscheiden. Darum ist der Entzug von Nikotin genauso ernst zu nehmen, wie der von jeder anderen vergleichbaren Droge. Am Anfang steht, wie bei jeder Abhängigkeit, die Krankheitseinsicht. Erst wer begriffen hat, dass er nicht nur eine schlechte Angewohnheit hat, die ihn über kurz oder lang krank machen wird, sondern tatsächlich drogensüchtig ist, wird bereit sein, den Entzug zu beginnen, und ihn so ernst nehmen, dass er auch gelingt.
aus www.wikipedia.de

Ich hoffe es geht dir bald besser und schicke dir liebe Durchhaltegrüße! Klee Klee Klee
Jamie

Wenn ich mir nochmal was anzünde, dann höchstens den Grill!

27.10.2008 14:16 | geändert: 27.10.2008 14:17