Erlebnis vor dem Krankenhaus

- Antischmachtgeschichte

 
Hallo liebe Leute,
heute habe ich vor einem Krankenhaus gestanden und vor einem Kundentermin noch ein paar Minuten die tolle Sonne genossen, die hier im Rheinland zur Zeit scheint.
Dabei habe ich diverse Menschen beobachtet, die vor der Tür dieses Krankenhauses standen und rauchten. Neben Besuchern und Krankenpflegepersonal war dort auch ein Mann mittleren Alters im Rollstuhl. An diesem Rollstuhl befestigt eine Infusionsflasche an einem kurzen Infusionsständer, der Schlauch dieser Infusion führte in den Arm des Mannes.
Er rauchte Kette, machte tatsächlich die nächste Zigarette an der alten Kippe an! Mit Schrecken stellte ich fest, daß dieser Mann das linke Bein bis zum Oberschenkel amputiert hatte. Vom rechten Bein fehlte der Fuß. Die Hände des Mannes steckten in speziellen Handschuhen, die ich von meinem Großvater kenne. Er bekam sie damals, als er starke und auch schmerzhafte Durchblutungsstörungen in den Fingern hatte. Die Handschuhe sollten verhindern, daß durch die Umgebungskälte gewebe abstirbt, weil der Körpernicht mehr in der Lage ist, aus eigener Kraft die Tempertur zu erhalten, die er zum Leben benötigt.
In diesem Moment begriff ich mit einem kräftigen Ziehen im Bauch: dieser Mann war vom sogenannten Raucherbein betroffen. Die äußeren Extremitäten sterben quasi mit der Zeit ab, weil dem Körper durch Nikotin der Sauerstoff entzogen wird. Die kleinsten Gefäße in Fingern und Zehen sind schon verstopft und können keinen Sauerstoff mehr transportieren.
Der Mann sitzt dort in diesem Rollstuhl vor der Tür des Krankenhauses, in dem man ihm wahrscheinlich die Beine Stück für Stück amputiert hat - und RAUCHT!!! Er zieht an der Kippe und betrachtet sie nachdenklich. Er weiß, daß seine Beine weg sind, weil er raucht. Aber er raucht weiter, weil er süchtig ist.

Ich habe an meine unruhigen Beine gedacht, die ich nachts früher hatte. Und an meine Finger, die ständig kalt waren. An meine fahle und graue Hautfarbe...
Ich bin seit diesem Erlebnis sehr froh und sehr stolz, nicht mehr rauchen zu müssen. Meine Füße bleiben an meinem Körper. Meine Gesichtsfarbe wird langsam rosiger und meine Hände sind nur dann kalt, wenn draussen auch Kälte herrscht...
Mein Körper und ich selbst bin mir wieder wichtiger geworden.

Viel Spaß beim Lesen - vielleicht hilft es einem von Euch, wenn der Teufelzuschlägt.
Tollen Abend für Euch!!! Blume

12.02.2008 22:31


 
Guten Morgen schwarzkuh,
vielen Dank für dieses Bericht..Wenn ich sowas lese,schockt es mich immer wieder-obwohl ich ja auch geraucht habe...Gut,nicht Kette aber wie Du es auch schreibst-ich hatte ständig kalte Hände und Füsse,ausserdem auch Nachts unruhige Beine und Muskelverkrampfungen,ausserdem heftige Migräneaattacken!
Das alles ist mit der Zeit,seitdem ich nimmer rauche,verschwunden lächel

Der Mann im Rollstuhl denkt-er stirbt sowieso bald und deswegen ist es ihm egal...Denk ich mal...Sturheit schützt vorm Alter nich wütend

SonneDir auch noch einen tollen Tag Sonne!

Gruß Eni

Kaltentzüglerin seit 1.1.08

13.02.2008 06:00


 
Hallo Schwarzkuh,

holt der Zigi Teufel mich doch in den letzten Tag wieder dem öfteren ein. Aber ich bin standhaft, hoffe es bleibt so. Daumen hoch

Aber nach deinem Bericht..... denke schon. Mir hat es jetzt mal geholfen. Nein, so möchte ich dann doch nicht enden.

Einen schönen rauchfreien Tag wünscht
Tanja

Juhuuuuuuuuu.............Endlich nicht mehr Raucher freu

13.02.2008 07:29


 
Wahnsinn!!! Das ist krass.Ich tu so ziemlich alles um fitter zu werden,unter anderem meine Durchblutung immer ehr zu verbessern.Ich trinke so ca 3 Liter am Tag und guck immer das ich das auch schaffe.Viel schlafen ist beruflich und privat relativ schwierig.Auf der Arbeit merke ich den Unterschied weil ich viel laufen muss.So das war mein Kommentar Mond

14.02.2008 19:30


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