Hilfsmittel oder nicht?

Ewige Diskussion um Nikotinkaugummis/-pflaster... *kotz*

 
hi leute,

zu mir kurz:
ich bin seit märz 07 rauchfrei. trotz meiner erst 24 jahre kann ich auf eine 8 jährige raucherkarriere zurückblicken. vor wenigen tagen erfuhr ich von meiner extremen schilddrüsenunterfunktion. ich laufe wohl schon monate/jahre damit rum, wodurch es mir in den letzten wochen plötzlich sehr schlecht ging. nicht nur die körperliche niedergeschlagenheit, sondern auch die psychische war zum schluß schier unerträglich. zum thema: ich habe vor 3 wochen wieder angefangen zu rauchen. war nach ca 3 wochen wieder bei 15 ziggis am tag. ich habe natürlich vor einigen tagen aus überzeugung wieder aufgehört.

nun stellte sich mir mal wieder die uralte frage: hilsmittel oder nicht? man liest immer wieder darüber in foren. und die ewige diskussion scheint nie beendet...

ich möchte in diesem thread sachlich über denn unsinn und die unlogik oder den angeblichen nutzen von hilfsmitteln diskutierten.

meine meinung: hilfsmittel sind totaler quatsch. dem körper nikotin zuführen, obwohl man ihn aus dem körper haben will? absolut nicht nachvollziebar für mich. genauso wie bewusst bonbons lutschen als ersatz oder das gute alte "nach und nach" reduzieren der zigaretten. ich habe noch nie von einem raucher gehört, der auf diesem weg aufgehört hat (also mit nach und nach). denn es ist doch so: man hat psychische sowie körperliche entzugserscheinungen. und indem man sich nikotin zuführt, ob mit zigaretten oder nicorette etc, macht man es nur noch schlimmer. schonmal von einem heroinsüchtigen gehört, der weniger spritzt um clean zu werden? oder von einem alkoholiker, der weniger trinkt um langfristig aufzuhören? *lach* also es ist doch quatsch. wirklch. eine geldmacherei der sinnlosen nikotin-ersatzmittel industrie. und raucher, die das gefühl haben, es nicht zu schaffen, klammern sich an nikotinpflaster etc. und zwar in der hoffnung, dass es *puff* macht, und ein neuer nichtraucher geboren ist. von ganz alleine, ohne was dafür zu tun.

aber ich sage: nikotinersatzmittel ändern nichts an der einstellung und dem psychischen willen.

ich habe z.B. genau wie allan carr selbst, die methode des nichtrauchens UMFASSEND mir verinnerlicht und diese verstanden. DANN wird dies zur lebenseinstellung. und siehe da, mein kurzes raucherintermezzo ist schon wieder vergessen lächel

*ich fühl mich super und hab 0 probleme*

was meint ihr zum thema ersatzmittel oder nach und nach aufhören? schlau?

p.s.: ich läugne nicht, dass es leute gibt, die es mit nicorette etc trotzdem geschafft haben... ich glaube wiegesagt, dass man es ohne BESSER schafft...

25.10.2008 20:55 | geändert: 25.10.2008 20:59


 
Hallo, diego84,

bist Du denn nun eigentlich clean, oder bist Du es nicht?

Das verstehe ich aus Deinem Beitrag nicht so richtig.

Ansonsten findest Du hier zu den Themen "Ersatzmittel" und "Reduzieren" schon viele Erfahrungsberichte. Das Moderatorinnenteam wird Dir sicher die entsprechenden threads verlinken.

Viel Glück, sagt
klick

25.10.2008 21:43


 
Hi Diego!!!

Ich habe in Sachen "Nikotinersatzpräparate" eine ähnliche Einstellung, wie du.
Ich denke mir, man fühlt sich der Sucht noch augelieferter, wenn man das Gefühl hat, nur mit einem Nikotinpflaster am Arm den Tag zu überstehen oder einen Nikotininhalator (o.Ä.) für stressige Situationen parat hält.

Ich sehe es ähnlich wie bei einer Diät mit Wundermitteln aber ohne Ernährungsumstellung: man nimmt vielleicht ab, hat aber den Kern nicht verstanden und nimmt somit irgendwann wieder zu...

Die Statistiken besagen ja was anderes, nämlich, dass Raucher, die mit Nikotinersatzpräparaten aufhören, eine höhere Erfolgsquote aufweisen als die Kaltentzügler.

Von daher: Was hilft, ist gut.
Wahrscheinlich gibt es nämlich genug Leute, die gute Erfahrungen mit solchen Präparaten gemacht haben.... lach

Mir persönlich hat es nicht geholfen.

lg
Jen



Rauchfrei seit 3.10.2008, 22.00 (Allen Carr Methode)

25.10.2008 21:45 | geändert: 25.10.2008 21:47


 
Hallo, diego84,

bist Du denn nun eigentlich clean, oder bist Du es nicht?

Das verstehe ich aus Deinem Beitrag nicht so richtig.

Ansonsten findest Du hier zu den Themen "Ersatzmittel" und "Reduzieren" schon viele Erfahrungsberichte. Das Moderatorinnenteam wird Dir sicher die entsprechenden threads verlinken.

Viel Glück, sagt
klick
hi klick,

ich bin schon clean, denke ich, ja. also ich habe zwar jetzt 3 wochen wieder geraucht, war allerdings nun an dem punkt, an dem ich mich entscheiden musste: werde ich wieder dauerhafter, richtiger raucher, oder bleibe ich bei meiner überzeugung des gesunden nichtrauchens. ich bleib zum glück bei meiner überzeugung. habe in den 3 wochen ca 5 schachteln weggeraucht. nach dem essen wars echt lecker, ansonsten super der ekel. mal sehen, wenn mal ne feier ist und mir jemand eine anbietet, sage ich nicht nein. habe ich eh nie gemacht. wurde dann eh meihr gepafft, als alles andere... ich finde, man sollte sich selbst nicht so einen wahnsinnigen druck machen. man soll es einfach genießen, wenn man nicht raucht.

25.10.2008 22:00


 
Hallo diego,

ich habe keine Erfahrung mit Hilfsmitteln gemacht, aber ich glaube die Logik kann auch darin liegen, den Entzug in zwei Phasen zu splitten: in einer ersten Phase gewöhnt man sich das Ritual des Rauchens ab, in einer zweiten Phase folgt der körperliche Entzug. Und das geht auch andersrum, wie z.B. mit der Kräuterziggarettenmethode.

Mir selbst war es aber auch wichtig, möglichst schnell vom Nikotin und dem Rauchritual wegzukommen, so dass ich auch einen kalten Entzug gemacht habe

Lg Jörg

26.10.2008 00:22


 
Hallo diego,

ich z.B. habe mit einem nikotinfreien Hilfsmittel nach etlichen Versuchen innerhalb einer 40-jährigen Raucherkarriere aufhören und mit Hilfe hier aus dem Forum auch durchhalten können.

Willst Du Dir nicht die NMR-Uhr auf der linken Seite einschl. der darin enthaltenen NMR-Liste aktivieren? Eine größere Motivationshilfe dürfte es kaum geben.

...nach dem essen wars echt lecker, ansonsten super der ekel. mal sehen, wenn mal ne feier ist und mir jemand eine anbietet, sage ich nicht nein. habe ich eh nie gemacht. wurde dann eh meihr gepafft, als alles andere... ich finde, man sollte sich selbst nicht so einen wahnsinnigen druck machen. man soll es einfach genießen, wenn man nicht raucht.

Vielleicht kannst du ja auch noch die Entscheidung treffen, dich für immer von der Zigarette zu verabschieden. Meine Erfahrungen haben nämlich gezeigt, dass es nicht bei der EINEN "gepafften" bleibt.

Lesen! ... bevor Nikotinmonster und Suchtteufel zuschlagen

...manchmal muss man einfach mal kurz dumm sein um zu sehen, was einem eigentlich null gefehlt hat lächel ich wünsche allen anderen auch diesen entgültigen geistigen umbruch, an dem nichts mehr zu rütteln ist... lächel

Das wünsche ich Dir! Daumen hoch Klee Daumen hoch

Es kommt nicht darauf an,
wo und wie du die Aufgabe anpackst,
es kommt darauf an, dass du es tust
Daumen hoch
Diederichs

Lieben Gruß
lächel Anne


NMR seit 4.7.07 Daumen hoch Seit dem KEINE mehr! zwinker Auch nicht diese bäh EINE!

26.10.2008 07:49


 
Hallo diego,
ich habe viele, viele Versuche kalt zu entziehen hinter mir. Leider habe ich es nie für längere Zeit geschafft. Für mich waren Tbl. die letzte Rettung. Ich bin davon überzeugt, dass ich es sonst niemals geschafft hätte der Sucht zu entkommen. Ich bin ja noch lange nicht über den Berg, dass würde ich nach gut 3 Monaten nicht behaupten. Aber ich hoffe ganz fest, dass ich es diesmal wirklich schaffe. Ich denke, dass ist meine letzte Chance.
Ich denke, jeder muss selber für sich einen Weg finden, der für ihn der richtige ist. Hauptsache ist doch, dass das Ziel erreicht wird.

Nur die Reduzier-Methode halte auch ich für völlig sinnlos. Ich kenne niemanden, der es damit auf Dauer geschafft hat.

Liebe Grüße!
Jamie

Die ersten 1.000 sind geschafft und weiter gehts!

26.10.2008 10:24


 
Hallo diego,

ich z.B. habe mit einem nikotinfreien Hilfsmittel nach etlichen Versuchen innerhalb einer 40-jährigen Raucherkarriere aufhören und mit Hilfe hier aus dem Forum auch durchhalten können.

Willst Du Dir nicht die NMR-Uhr auf der linken Seite einschl. der darin enthaltenen NMR-Liste aktivieren? Eine größere Motivationshilfe dürfte es kaum geben.

...nach dem essen wars echt lecker, ansonsten super der ekel. mal sehen, wenn mal ne feier ist und mir jemand eine anbietet, sage ich nicht nein. habe ich eh nie gemacht. wurde dann eh meihr gepafft, als alles andere... ich finde, man sollte sich selbst nicht so einen wahnsinnigen druck machen. man soll es einfach genießen, wenn man nicht raucht.

Vielleicht kannst du ja auch noch die Entscheidung treffen, dich für immer von der Zigarette zu verabschieden. Meine Erfahrungen haben nämlich gezeigt, dass es nicht bei der EINEN "gepafften" bleibt.

Lesen! ... bevor Nikotinmonster und Suchtteufel zuschlagen

...manchmal muss man einfach mal kurz dumm sein um zu sehen, was einem eigentlich null gefehlt hat lächel ich wünsche allen anderen auch diesen entgültigen geistigen umbruch, an dem nichts mehr zu rütteln ist... lächel

Das wünsche ich Dir! Daumen hoch Klee Daumen hoch

Es kommt nicht darauf an,
wo und wie du die Aufgabe anpackst,
es kommt darauf an, dass du es tust
Daumen hoch
Diederichs

Lieben Gruß
lächel Anne

26.10.2008 11:13


 
Hi Diego! Sekt

Letztlich muss jeder selbst für sich entscheiden, ob er mit oder ohne "Krücke" das Rauchen aufgeben will. Sehr lobenswert ist natürlich auch, wenn jemand "kalt" entzieht. Persönlich bin ich der Meinung, dass dauerhaft rauchfrei bleiben die größere Herausforderung ist - und dauerhaft kann man auch keine Hilfsmittel benutzen.

Untersuchungen bzw. die Statistik spricht jedoch eindeutig für den Erfolg mit Hilfsmitteln! staun Man hat nach einem Jahr Rauchstopp 3 verschiedene Gruppen auf ihr Durchhaltevermögen kontrolliert:

Die eine Gruppe hat mit Cytisine/Varenicline entzogen. Nach einem Jahr waren noch 14% resistent.

Die andere Gruppe hat zum Entzug Antidepressiva bekommen - davon waren ca. 6% nach einem Jahr noch resistent.

Die dritte Gruppe bekam nutzlos Placebo. Von denen waren nach einem Jahr noch ca. 5% resistent.

Leider wurde der Kalt-Entzug in dieser Studie nicht untersucht. Ich persönlich bin aber der Auffassung, dass die Erfolgsrate noch unter der von Placebo liegen muss (man sagt ja "...der Glaube kann Berge versetzen...").

Was die Nebenwirkungen betrifft, hast du absolut Recht! Sicher sollte jeder für sich genau beurteilen, ob er diese evtl. in Kauf nehmen möchte. Wenn man allerdings bedenkt, dass jährlich mindestens 5 Mio. Menschen an den Folgen ihrer Niktionsucht sterben, dann ist es wahrscheinlich das geringere Übel, wenn man für ein paar Wochen ein Medikament nimmt, welches Nebenwirkungen haben kann. zwinker

LG Klee






NMR seit 29.09.08 - "Wer Raucher küsst trinkt auch aus Kloschüsseln!" bäh

27.10.2008 09:03


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