Tod durch Rauch? Passiert mir doch nicht!
...oder eine Illusion?
Hallo zusammen! 
Ich hatte heute die Idee für diesen neuen Thread. Vielleicht möchtet ihr ja über eure Gedanken zur "Raucherzeit" berichten? Wenn nicht, dann lassen wir den Thread sterben (...wie die uneinsichtigen Immer-Raucher).
Der Gedanke zu dem Thread kam mir, als ich bemerkte, dass doch viele Menschen im medizinischen Bereich tätig sind und trotzdem nicht von den Glimmstäbchen lassen können - Leute, die anderen z.B. empfehlen Kondome zu benutzen, um kein HIV einzufangen, sagen zu sich selbst, dass ihnen von dem Qualm bestimmt nichts passiert. Aber auch die anderen Raucher denken doch immer "mir passiert das nicht". Ging mir ja auch immer so...
Wir alle wissen, was der Qualm auslösen kann, z.B.:
Krebserkrankungen: Lunge, Kehlkopf, Blase, Nieren u.a.
- Herzinfarkt
- Schlaganfall
- Raucherbein (periphere Durchblutungsstörungen)
- Chronische Bronchitis
- Emphysem (Lungenblähung)
- Asthma und Entzündungen der Atemwege
- Sehschadenrisiko ist erhöht
- Osteoporose (Knochenschwund) wird beschleunigt
- Magen- und Darmgeschwüre
- Allgemein ist die Krankheitsanfälligkeit erhöht
- 90 % aller Beinamputationen durch periphere Verschlusskrankheiten
- 83 % aller Todesfälle durch chronisch-obstruktive Atemwegserkrankungen
- 82 % aller Lungenkrebsfälle
- 50 % aller Blasenkrebserkrankungen
- 30 % aller Todesfälle durch Krebs (alle Arten)
- 30 % aller Nierenkrebserkrankungen
- 30 % aller Bauchspeicheldrüsenkrebserkrankungen
- 25 % aller Todesfälle durch Herzerkrankungen
...weiteres dazu hier: http://www.rauchfrei.de/beipackzettel-rauchen.htm
Aber als Raucher waren wir doch alle immer der Meinung: "Klar, kann schon was passieren... aber mir doch nicht!"
Insbesondere in jungen Jahren denkt man vielleicht: "Rauchen tötet, aber ich bin ja noch jung und kann dann später aufhören". 
Irgendwann ist man dann aber doch "alt" und raucht nicht mehr ein halbes Päckchen, sondern 2-3 Päckchen am Tag, hat Raucherhusten, ist nicht mehr so sportlich wie ein junges Kalb, etc.
Mich würde interessieren, was für Gedanken ihr in den ganzen Jahren zum Thema "Tod durch Rauchen" hattet. Was habt ihr euch vorgemacht? Wie habt ihr euch angelogen? Wie denkt ihr heute darüber?
Ich für mich kann es z.B. gar nicht fassen, wie ich mich selbst über so viele Jahre belogen habe. Und wenn ich heute an einer Gruppe von Rauchern z.B. vor einem Restaurant vorbei laufe, dann denke ich an eine "Krebskolonie"...
Wäre cool, wenn ihr Lust auf diesen Thread habt und über eure Erfahrungen berichten möchtet!
Ansonsten: Jörg, bitte löschen! 
LG

Ich hatte heute die Idee für diesen neuen Thread. Vielleicht möchtet ihr ja über eure Gedanken zur "Raucherzeit" berichten? Wenn nicht, dann lassen wir den Thread sterben (...wie die uneinsichtigen Immer-Raucher).
Der Gedanke zu dem Thread kam mir, als ich bemerkte, dass doch viele Menschen im medizinischen Bereich tätig sind und trotzdem nicht von den Glimmstäbchen lassen können - Leute, die anderen z.B. empfehlen Kondome zu benutzen, um kein HIV einzufangen, sagen zu sich selbst, dass ihnen von dem Qualm bestimmt nichts passiert. Aber auch die anderen Raucher denken doch immer "mir passiert das nicht". Ging mir ja auch immer so...

Wir alle wissen, was der Qualm auslösen kann, z.B.:
Krebserkrankungen: Lunge, Kehlkopf, Blase, Nieren u.a.
- Herzinfarkt
- Schlaganfall
- Raucherbein (periphere Durchblutungsstörungen)
- Chronische Bronchitis
- Emphysem (Lungenblähung)
- Asthma und Entzündungen der Atemwege
- Sehschadenrisiko ist erhöht
- Osteoporose (Knochenschwund) wird beschleunigt
- Magen- und Darmgeschwüre
- Allgemein ist die Krankheitsanfälligkeit erhöht
- 90 % aller Beinamputationen durch periphere Verschlusskrankheiten
- 83 % aller Todesfälle durch chronisch-obstruktive Atemwegserkrankungen
- 82 % aller Lungenkrebsfälle
- 50 % aller Blasenkrebserkrankungen
- 30 % aller Todesfälle durch Krebs (alle Arten)
- 30 % aller Nierenkrebserkrankungen
- 30 % aller Bauchspeicheldrüsenkrebserkrankungen
- 25 % aller Todesfälle durch Herzerkrankungen
...weiteres dazu hier: http://www.rauchfrei.de/beipackzettel-rauchen.htm
Aber als Raucher waren wir doch alle immer der Meinung: "Klar, kann schon was passieren... aber mir doch nicht!"
Insbesondere in jungen Jahren denkt man vielleicht: "Rauchen tötet, aber ich bin ja noch jung und kann dann später aufhören". 
Irgendwann ist man dann aber doch "alt" und raucht nicht mehr ein halbes Päckchen, sondern 2-3 Päckchen am Tag, hat Raucherhusten, ist nicht mehr so sportlich wie ein junges Kalb, etc.

Mich würde interessieren, was für Gedanken ihr in den ganzen Jahren zum Thema "Tod durch Rauchen" hattet. Was habt ihr euch vorgemacht? Wie habt ihr euch angelogen? Wie denkt ihr heute darüber?

Ich für mich kann es z.B. gar nicht fassen, wie ich mich selbst über so viele Jahre belogen habe. Und wenn ich heute an einer Gruppe von Rauchern z.B. vor einem Restaurant vorbei laufe, dann denke ich an eine "Krebskolonie"...

Wäre cool, wenn ihr Lust auf diesen Thread habt und über eure Erfahrungen berichten möchtet!

LG

NMR seit 29.09.08 - "Wer Raucher küsst trinkt auch aus Kloschüsseln!" 

15.10.2008 20:07
Hallo, ich denke dieser Thread könnte interessant werden. 
Ich habe in jungen Jahren eigentlich gar nicht an irgendwelche Krankheiten gedacht, obwohl ich als Arzthelferin ja schon in der Berufsschule mit den typischen Raucherkrankheiten konfrontiert wurde. Habe ich wohl einfach "weggeraucht" die Ängste. Außerdem war ich damals fest davon überzeugt, jederzeit wieder mit dem Rauchen aufhören zu können
So richtig Sorgen machte ich mir eigentlich erst mit Ende Dreißig. Inzwischen war mit schon klar, dass ich süchtig war und ich litt auch darunter, nicht mehr aufhören zu können, aber wie???
Ein Nachbar erkrankte an Lungenkrebs und starb innerhalb weniger Monate. Mit 46 Jahren! Ich war total geschockt und hatte von nun an wenigstens ein schlechtes Gewissen beim Rauchen. Fortan habe ich immer öfter darüber nachgedacht, wie ich es anstellen könnte nicht mehr zu rauchen.
So bin ich über Google hier gelandet. Alles weitere steht in meinem Tagebuch.
Bin auf eure Geschichten gespannt!
Liebe Grüße!
Jamie

Ich habe in jungen Jahren eigentlich gar nicht an irgendwelche Krankheiten gedacht, obwohl ich als Arzthelferin ja schon in der Berufsschule mit den typischen Raucherkrankheiten konfrontiert wurde. Habe ich wohl einfach "weggeraucht" die Ängste. Außerdem war ich damals fest davon überzeugt, jederzeit wieder mit dem Rauchen aufhören zu können

So richtig Sorgen machte ich mir eigentlich erst mit Ende Dreißig. Inzwischen war mit schon klar, dass ich süchtig war und ich litt auch darunter, nicht mehr aufhören zu können, aber wie???
Ein Nachbar erkrankte an Lungenkrebs und starb innerhalb weniger Monate. Mit 46 Jahren! Ich war total geschockt und hatte von nun an wenigstens ein schlechtes Gewissen beim Rauchen. Fortan habe ich immer öfter darüber nachgedacht, wie ich es anstellen könnte nicht mehr zu rauchen.
So bin ich über Google hier gelandet. Alles weitere steht in meinem Tagebuch.

Bin auf eure Geschichten gespannt!
Liebe Grüße!
Jamie
Die ersten 1.000 sind geschafft und weiter gehts!
15.10.2008 20:18
Hi Jamie! 
Yep, war bei mir ähnlich in den jungen Jahren.
Ich wusste zwar, dass ich "abhängig" bin, dachte mir aber, dass ich ja irgendwann aufhören kann und dass das locker geht...
War damals vielleicht auch ein Fehler meiner Eltern: die haben mit ca. 35 aufgehört und sich danach ihr ganzes Leben damit gebrüstet, wie cool es war, aufzuhören und ganz easy, etc. Insofern dachte ich auch immer: "Irgendwann höre ich ganz easy auf..."
Sorgen habe ich mir in meiner "Jugend" nie gemacht. Ich dachte zwar immer, dass Raucher an Krebs sterben, aber erst wenn sie gaaaaaaaaaaaaaaaanz alt sind.
Und in meinen "Sturm und Drang" Jahren hatte ich daher auch die absolut irrsinninge Meinung, dass Rauchen jetzt nichts aus macht, nur im Alter.
...aber ich wurde dann auch älter!
Und irgendwann war mir klar, dass ich mich immer selbst belogen hatte.
Ein Freund von mir ist in den guten 30ern an den Folgen von Rauchen gestorben - hatte eine Frau, 2 Kids, ein neues Haus und einen großen Berg Schulden zurück gelassen.
Das hat mir die Augen geöffnet. Auch er hat sich nie Gedanken darüber gemacht.... Vielleicht aber doch... wir haben nie darüber gesprochen...
LG

Yep, war bei mir ähnlich in den jungen Jahren.
Ich wusste zwar, dass ich "abhängig" bin, dachte mir aber, dass ich ja irgendwann aufhören kann und dass das locker geht...
War damals vielleicht auch ein Fehler meiner Eltern: die haben mit ca. 35 aufgehört und sich danach ihr ganzes Leben damit gebrüstet, wie cool es war, aufzuhören und ganz easy, etc. Insofern dachte ich auch immer: "Irgendwann höre ich ganz easy auf..."Sorgen habe ich mir in meiner "Jugend" nie gemacht. Ich dachte zwar immer, dass Raucher an Krebs sterben, aber erst wenn sie gaaaaaaaaaaaaaaaanz alt sind.

Und in meinen "Sturm und Drang" Jahren hatte ich daher auch die absolut irrsinninge Meinung, dass Rauchen jetzt nichts aus macht, nur im Alter.
...aber ich wurde dann auch älter!
Und irgendwann war mir klar, dass ich mich immer selbst belogen hatte.
Ein Freund von mir ist in den guten 30ern an den Folgen von Rauchen gestorben - hatte eine Frau, 2 Kids, ein neues Haus und einen großen Berg Schulden zurück gelassen.
Das hat mir die Augen geöffnet. Auch er hat sich nie Gedanken darüber gemacht.... Vielleicht aber doch... wir haben nie darüber gesprochen...LG

NMR seit 29.09.08 - "Wer Raucher küsst trinkt auch aus Kloschüsseln!" 

15.10.2008 20:34
Hallo Lucky Gnu,
ich hatte mich als Zivildienstleistender auch um einen etwa vierzigjährigen Patienten kümmern müssen, der Krebs hatte und schon wusste, dass er nicht mehr lange leben wird. Zu meinen Aufgaben gehörte es u.a., ihm beim Rauchen zu helfen, was er nicht mehr alleine konnte
Genau zu der Zeit wurde ich auch zum Kettenraucher. Ich habe wohl nicht geglaubt, dass ich gegen solche Krankheiten gefeit bin, aber irgendwie sagte ich mir wohl, dass ich noch jung bin und so etwas noch weit weg ist. Und irgendwo durfte man das Elend der Menschen, die man pflegte, eh nicht allzu nah an sich ran lassen - sonst hätte die Akkord-Pflege nicht bewältigt werden können
In den letzten Jahren hatte ich auch vermehrt mit Raucherhusten zu kämpfen und dabei wurde die Angst dann irgendwann auch so stark, dass ich sie nicht mehr so einfach verdrängen konnte
Sie war dann auch ein Teil der Motivation endgültig aufzuhören - alleine hätte das aber sicher nicht gereicht - ich musst mich da auch schon positiv motivieren
LG Jörg
ich hatte mich als Zivildienstleistender auch um einen etwa vierzigjährigen Patienten kümmern müssen, der Krebs hatte und schon wusste, dass er nicht mehr lange leben wird. Zu meinen Aufgaben gehörte es u.a., ihm beim Rauchen zu helfen, was er nicht mehr alleine konnte

Genau zu der Zeit wurde ich auch zum Kettenraucher. Ich habe wohl nicht geglaubt, dass ich gegen solche Krankheiten gefeit bin, aber irgendwie sagte ich mir wohl, dass ich noch jung bin und so etwas noch weit weg ist. Und irgendwo durfte man das Elend der Menschen, die man pflegte, eh nicht allzu nah an sich ran lassen - sonst hätte die Akkord-Pflege nicht bewältigt werden können

In den letzten Jahren hatte ich auch vermehrt mit Raucherhusten zu kämpfen und dabei wurde die Angst dann irgendwann auch so stark, dass ich sie nicht mehr so einfach verdrängen konnte
Sie war dann auch ein Teil der Motivation endgültig aufzuhören - alleine hätte das aber sicher nicht gereicht - ich musst mich da auch schon positiv motivierenLG Jörg
15.10.2008 20:41 | geändert: 15.10.2008 20:42
Hallo Lucky Gnu,
das dachte ich auch mal > "mir passiert das nicht" < bis Anfang diesen Jahres ein essentieller Bluthochdruck diagnostiziert wurde. Damit habe ich die erste "Schramme" erhalten auf dem Weg zu einer der aufgeführten Nebenwirkungen des Rauchens. Mir ist nur allzu bewusst geworden, es ist an der Zeit was zu tun
Die richtigen Schritte einzuleiten, ein paar alte Gewohnheiten abzulegen und mit neuen – gesünderen – zu beginnen.
Viele Grüße allen Weggefährten zum NMR
Marc
das dachte ich auch mal > "mir passiert das nicht" < bis Anfang diesen Jahres ein essentieller Bluthochdruck diagnostiziert wurde. Damit habe ich die erste "Schramme" erhalten auf dem Weg zu einer der aufgeführten Nebenwirkungen des Rauchens. Mir ist nur allzu bewusst geworden, es ist an der Zeit was zu tun
Die richtigen Schritte einzuleiten, ein paar alte Gewohnheiten abzulegen und mit neuen – gesünderen – zu beginnen. Viele Grüße allen Weggefährten zum NMR
Marc
15.10.2008 21:05
Hi Kodi73,
super ist doch aber auf jeden Fall, dass man aufhört, so lange nur Schrammen da sind.
Die heilen wieder! 
LG
super ist doch aber auf jeden Fall, dass man aufhört, so lange nur Schrammen da sind.

LG
NMR seit 29.09.08 - "Wer Raucher küsst trinkt auch aus Kloschüsseln!" 

15.10.2008 21:34 | geändert: 16.10.2008 06:43
Hallo Lucky Gnu,
ich finde diesen Thread sehr gut!
Mit dem Rauchen angefangen habe ich im Alter von 13 Jahren. 40 Jahre lang habe ich qualmen müssen und bin froh und dankbar, dass mein Arzt mir vor gut einem Jahr ein Medikament verschrieb, das mich aus dieser Abhängigkeit rausholen konnte.
Meine Eltern haben gequalmt wie die Kamine, und ich habe es nachgeäfft. In meiner Jugend gehörte man nur dazu, wenn man rauchte, und zwar nicht nur Zigaretten ….
Dass Rauchen eine Sucht ist, war mir schon lange klar. Dass die psychische Abhängigkeit jedoch so stark ist, hätte ich nicht vermutet!!!
Meine Mutter, Kettenraucherin, ist bereits im Alter von 56 Jahren an einem Herzleiden gestorben, mein Vater, den ich nur hustend und rauchend kannte (80 bis 100 Stk. waren immer drin!!!) wurde immerhin 75 Jahre alt, von denen er aber gute 5 Jahre nur noch sehr schlecht Luft bekam.
Die Zigarette zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben. Mein Ex war starker Raucher, unser gesamter Freundeskreis qualmte, im Büro war es üblich, dass man rauchte…
Dennoch kamen immer mal wieder Phasen, in denen ich aufhören wollte. Zahlreiche Versuche mit Zigarettenspitzen, Nikotinkaugummi, Nikotinpflaster, Akupunktur mit und ohne Eigenblutspritzen, Raucherentwöhnungskurs und ich-weiß-nicht-wie-viele Kaltstarts scheiterten im Laufe der Jahre, in denen ich auch dann rauchte, wenn ich aufgrund starker Erkältungen kaum Luft bekam.

Die längste Zeit, die ich durchhielt, waren 6 Wochen und drei Tage. (Aufgrund einer Viruserkrankung bekam ich Atemnot und hatte Panik, dass das Asthma mich wieder einholen würde, unter dem ich die ersten 14 Lebensjahre litt.) Das war 1999. Von diesen 6 Wochen verbrachte ich zwei im Krankenhaus und vier in Mexiko, wo mir die Kippen nicht fehlten. Als wir wieder zurück waren, in der gewohnten Umgebung, fing ich nach heftigen
Suchtattacken wieder an.
Auch ich habe eine Freundin, die starke Raucherin war und an Lungenkrebs erkrankte, auf ihrem schweren letzten Weg begleitet. Ihr Mann, selbst an Stimmband- und Schilddrüsenkrebs erkrankt, raucht immer noch….
Weder mich noch ihn konnte die schwere Krankheit meiner Freundin und seiner Frau vom Rauchen abbringen.

Warnende Hinweise meines Arztes habe ich stets weit von mir geschoben! "Verkalkungen sind schließlich altersbedingt“, musste er sich anhören. Die unterschwellige Angst war immer da!!!!!
Auch ich habe mir jahrzehntelang mit solchen Aussagen ….
"ich rauche gern" ... "mein Opa war starker Raucher, wurde 86 Jahre alt und starb an Altersschwäche" ... "sterben muss schließlich jeder" ….. "mir geht es nicht schlecht mit dem Rauchen" …. selbst in die Tasche gelogen.
Liebe Grüße
Anne
ich finde diesen Thread sehr gut!
Mit dem Rauchen angefangen habe ich im Alter von 13 Jahren. 40 Jahre lang habe ich qualmen müssen und bin froh und dankbar, dass mein Arzt mir vor gut einem Jahr ein Medikament verschrieb, das mich aus dieser Abhängigkeit rausholen konnte.
Meine Eltern haben gequalmt wie die Kamine, und ich habe es nachgeäfft. In meiner Jugend gehörte man nur dazu, wenn man rauchte, und zwar nicht nur Zigaretten ….
Dass Rauchen eine Sucht ist, war mir schon lange klar. Dass die psychische Abhängigkeit jedoch so stark ist, hätte ich nicht vermutet!!!
Meine Mutter, Kettenraucherin, ist bereits im Alter von 56 Jahren an einem Herzleiden gestorben, mein Vater, den ich nur hustend und rauchend kannte (80 bis 100 Stk. waren immer drin!!!) wurde immerhin 75 Jahre alt, von denen er aber gute 5 Jahre nur noch sehr schlecht Luft bekam.

Die Zigarette zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben. Mein Ex war starker Raucher, unser gesamter Freundeskreis qualmte, im Büro war es üblich, dass man rauchte…
Dennoch kamen immer mal wieder Phasen, in denen ich aufhören wollte. Zahlreiche Versuche mit Zigarettenspitzen, Nikotinkaugummi, Nikotinpflaster, Akupunktur mit und ohne Eigenblutspritzen, Raucherentwöhnungskurs und ich-weiß-nicht-wie-viele Kaltstarts scheiterten im Laufe der Jahre, in denen ich auch dann rauchte, wenn ich aufgrund starker Erkältungen kaum Luft bekam.

Die längste Zeit, die ich durchhielt, waren 6 Wochen und drei Tage. (Aufgrund einer Viruserkrankung bekam ich Atemnot und hatte Panik, dass das Asthma mich wieder einholen würde, unter dem ich die ersten 14 Lebensjahre litt.) Das war 1999. Von diesen 6 Wochen verbrachte ich zwei im Krankenhaus und vier in Mexiko, wo mir die Kippen nicht fehlten. Als wir wieder zurück waren, in der gewohnten Umgebung, fing ich nach heftigen
Suchtattacken wieder an.
Auch ich habe eine Freundin, die starke Raucherin war und an Lungenkrebs erkrankte, auf ihrem schweren letzten Weg begleitet. Ihr Mann, selbst an Stimmband- und Schilddrüsenkrebs erkrankt, raucht immer noch….
Weder mich noch ihn konnte die schwere Krankheit meiner Freundin und seiner Frau vom Rauchen abbringen.

Warnende Hinweise meines Arztes habe ich stets weit von mir geschoben! "Verkalkungen sind schließlich altersbedingt“, musste er sich anhören. Die unterschwellige Angst war immer da!!!!!
Auch ich habe mir jahrzehntelang mit solchen Aussagen ….
"ich rauche gern" ... "mein Opa war starker Raucher, wurde 86 Jahre alt und starb an Altersschwäche" ... "sterben muss schließlich jeder" ….. "mir geht es nicht schlecht mit dem Rauchen" …. selbst in die Tasche gelogen.
Liebe Grüße
AnneNMR seit 4.7.07
Seit dem KEINE mehr!
Auch nicht diese
EINE!
Auch nicht diese
EINE! 16.10.2008 08:45 | geändert: 16.10.2008 09:39
Hallo Lucky Gnu,
super Thread, da hast du eine gute Idee mit gehabt.
Ich habe mit 24 oder 25 angefangen zu rauchen, meine eigenen Kinder waren da schon 4 und 6 Jahre alt und ich hatte einfach wieder einwenig mehr Zeit um z.b. auch mal auf eine Party zu gehen oder mich mit Freunden zu treffen. danals haben ich glaube alle geraucht, kann mich eigentlich nicht an einen Nichtraucher erinnern und irgendwie war es klar, das man raucht. Nebenwirkungugen, Gefahren, ne da habe ich wahrlich in dem Alter noch nicht dran gedacht.
Später kamen dann die Überlegungen, aber die hat man schnell ignoriert, denn wenn jemand vom rauchen krank wird, dann doch jeder andere, aber ich nicht.
So mit 40 habe ich öfters an Aufhören gedacht, aber der gedanke war eher am Abend im bett, habe mir so oft vorgenommen, am nächsten Tag rauchst du einfach nicht mehr, aber das war wie gesagt am Abend, am nächsten tag war alles wie immer.
Der Husten wurde schlimmer, meine Güte ging denn die Erkältung nie weg, klar wusste ich das es Raucherhusten ist, klar wusste ich auch, dass ich nicht mehr soviel Puste hatte wie vorher, aber mal Hnad aufs herz, das kam doch nicht vom rauchen..nein nein, es liegt bzw. lag daran das man älter wird..gott, wenn ich heute so überlege, was habe ich mich belogen und betrogen.
Nun bin ich 49 und vor ca. 5 Wochen hatte ich echt die Schnute voll vom rauchen, fragte meine Hausärztin ob sie mir nicht ein Wundermittel geben könnte, weil ich einfach keinen Bock mehr auf eine Zigarette habe und gerne aufhören möchte, sie verschrieb mir Champix und ich kann es fast immer noch nicht glauben, ich bin seit 21 Tagen rauchfrei udn im Grunde ärger ich mich über die 25 jahre verqualmtes Leben.
Wobei ich sagen muss, heute morgen ging es mir verdammt mies, da hätte der Teufel es fast geschafft das ich mir eine angezündet hätte, denn mein mann meinte heute morgen so nebenbei, übrigens ich habe eine Freundin und ziehe aus..knall peng bum, ich habe echt da gesessen, und wollte am liebsten 10 zigaretten auf einmal rauchen, aber ich habe diesen Schreck erstmal verdaut und der Teufel war kein Sieger und den Rest schreibe ich dann in mein Tagebuch.
Liebe Grüsse
Doris
super Thread, da hast du eine gute Idee mit gehabt.
Ich habe mit 24 oder 25 angefangen zu rauchen, meine eigenen Kinder waren da schon 4 und 6 Jahre alt und ich hatte einfach wieder einwenig mehr Zeit um z.b. auch mal auf eine Party zu gehen oder mich mit Freunden zu treffen. danals haben ich glaube alle geraucht, kann mich eigentlich nicht an einen Nichtraucher erinnern und irgendwie war es klar, das man raucht. Nebenwirkungugen, Gefahren, ne da habe ich wahrlich in dem Alter noch nicht dran gedacht.
Später kamen dann die Überlegungen, aber die hat man schnell ignoriert, denn wenn jemand vom rauchen krank wird, dann doch jeder andere, aber ich nicht.
So mit 40 habe ich öfters an Aufhören gedacht, aber der gedanke war eher am Abend im bett, habe mir so oft vorgenommen, am nächsten Tag rauchst du einfach nicht mehr, aber das war wie gesagt am Abend, am nächsten tag war alles wie immer.
Der Husten wurde schlimmer, meine Güte ging denn die Erkältung nie weg, klar wusste ich das es Raucherhusten ist, klar wusste ich auch, dass ich nicht mehr soviel Puste hatte wie vorher, aber mal Hnad aufs herz, das kam doch nicht vom rauchen..nein nein, es liegt bzw. lag daran das man älter wird..gott, wenn ich heute so überlege, was habe ich mich belogen und betrogen.
Nun bin ich 49 und vor ca. 5 Wochen hatte ich echt die Schnute voll vom rauchen, fragte meine Hausärztin ob sie mir nicht ein Wundermittel geben könnte, weil ich einfach keinen Bock mehr auf eine Zigarette habe und gerne aufhören möchte, sie verschrieb mir Champix und ich kann es fast immer noch nicht glauben, ich bin seit 21 Tagen rauchfrei udn im Grunde ärger ich mich über die 25 jahre verqualmtes Leben.
Wobei ich sagen muss, heute morgen ging es mir verdammt mies, da hätte der Teufel es fast geschafft das ich mir eine angezündet hätte, denn mein mann meinte heute morgen so nebenbei, übrigens ich habe eine Freundin und ziehe aus..knall peng bum, ich habe echt da gesessen, und wollte am liebsten 10 zigaretten auf einmal rauchen, aber ich habe diesen Schreck erstmal verdaut und der Teufel war kein Sieger und den Rest schreibe ich dann in mein Tagebuch.
Liebe Grüsse
Doris
Der Anfang ist getan NMR seit 25.09.08
16.10.2008 13:42
Hallo an alle,
ich habe mich auch belogen, wie wahrscheinlich jeder Raucher:
Ach, Lungenröcheln; schon wieder eine Erkältung.
Ach, die Durchblutungsstörungen an den Füßen und Händen, tralalaa
Ach, fleckige Haut, die neue Creme ist wohl nichts für mich
Meine größte Lüge war, dass Rauchen zum Lebensgenuss dazu gehört, tja und das hat nichts mit Sterben zu tun.
Und diese Lüge ist in den meisten Köpfen von Rauchern.
Neben der Unverwundbarkeitslüge
Das nennt man dann Sucht-
Aber das gute ist, je mehr aufhören, und das Gegenteil erleben
desto weniger Raucher wird es geben.
Weil ein Ex-Raucher, der Spaß am Leben hat, ist doch das beste Vorbild.
lg
Stephanie
ich habe mich auch belogen, wie wahrscheinlich jeder Raucher:
Ach, Lungenröcheln; schon wieder eine Erkältung.
Ach, die Durchblutungsstörungen an den Füßen und Händen, tralalaa
Ach, fleckige Haut, die neue Creme ist wohl nichts für mich
Meine größte Lüge war, dass Rauchen zum Lebensgenuss dazu gehört, tja und das hat nichts mit Sterben zu tun.
Und diese Lüge ist in den meisten Köpfen von Rauchern.
Neben der Unverwundbarkeitslüge
Das nennt man dann Sucht-
Aber das gute ist, je mehr aufhören, und das Gegenteil erleben
desto weniger Raucher wird es geben.
Weil ein Ex-Raucher, der Spaß am Leben hat, ist doch das beste Vorbild.
lg
Stephanie
seit 10.08.08 Nichtraucherin
03.11.2008 17:37
... lebenslang weiterrauchen kostet etwa 15-20 Jahre an Lebenserwartung. Einen Teil davon bekommt man zurück, wenn man aufhört. Je früher, desto besser.
Ob mir das bewusst war? Ja, im Prinzip schon. Ich habe es immer wieder verdrängt, weggeschoben.
Nächstes Jahr aufhören.... nach dem Urlaub.... nach Weihnachten.... zu Ostern..... jeder Raucher kennt das.
Letztlich hat das schon Winston Churchill erkannt: "Je mehr über die Schädlichkeit des Rauchens geschrieben wird, desto mehr Leute hören auf: Zu lesen."
Eigentlich haben wir es doch alle gewusst. ODER? Es stand doch auch dick, schwarz und breit auf jeder Schachtel.
Gruss Frank
Ob mir das bewusst war? Ja, im Prinzip schon. Ich habe es immer wieder verdrängt, weggeschoben.
Nächstes Jahr aufhören.... nach dem Urlaub.... nach Weihnachten.... zu Ostern..... jeder Raucher kennt das.
Letztlich hat das schon Winston Churchill erkannt: "Je mehr über die Schädlichkeit des Rauchens geschrieben wird, desto mehr Leute hören auf: Zu lesen."
Eigentlich haben wir es doch alle gewusst. ODER? Es stand doch auch dick, schwarz und breit auf jeder Schachtel.
Gruss Frank
NMR SEIT 26.01.08, 4 Wochen Champix genommen
03.11.2008 17:54
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