Vareniclin (Champix) gefährlicher als bisher angenommen [2]

Drug Safety Mail vom 18.07.2008

 
Damit habt ihr recht! Daumen hoch

Ich denke, dass es das Wichtigste ist, dass die Ärzte gut bescheid wissen und dass die Ärzte auf dieses Medikament getrimmt werden, damit sie sich auskennen. Letztlich muss der Arzt verantworten, was er verschreibt. zwinker

Und genau deswegen bin ich eben verwundert: mein eigentlicher Hausarzt hat mit Champix nicht verschreiben wollen, weil er meinte, dass ein Psychopharmaka mehr Schaden anrichtet, als es hilft. Ich bin dann zu einem anderen Doc und der hat es mir sofort verschrieben, obwohl er mich gar nicht kannte. Ich bin psychisch und physisch topfit, daher kein Problem. Aber was wäre, wenn ich ein Psycho wäre? Der Doc hätte einem Psycho einfach so die Pillen verschrieben und der hätte danach einen Amoklauf hingelegt... staun

Daher denke ich: die Ärzte müssen fit sein! zwinker


NMR seit 29.09.08 - "Wer Raucher küsst trinkt auch aus Kloschüsseln!" bäh

07.10.2008 18:46


 
Hallo,

ob Champix nun gut ist oder nicht das vermag ich nicht zu beurteilen, aber ich kann beurteilen, dass ich es mit champix geschafft habe NMR zu werden.

Sicherlich habe ich Champix nicht sehr lange genommen( kanpp 14 Tage ) und selbst wenn ich es 4 oder 8 Wochen genommen hätte, ich denke es ist allemal besser als weiter 25 oder 30 Jahre tag ein und tag aus 20 - 30 Zigaretten zu rauchen.

Bei Champix wussten oder wissen wir alle, es ist nur eine vorübergehende Pille, die wir gerne absetzen, wenn wir sicher sind NMR zu sein, ich glaube keiner von uns hätte vor Champix 20 jahre lang zu nehmen.

Wir Champixer brauchten dieses Hilfsmittel um von der wirklichen Sucht weg zu kommen und geniessen durch Champix unser neues Rauchfreies Leben.

Liebe rauchfreie und herzliche Grüsse

Doris



NMR seit 25.09.08

07.10.2008 19:56


 
Damit habt ihr recht! Daumen hoch

Ich denke, dass es das Wichtigste ist, dass die Ärzte gut bescheid wissen und dass die Ärzte auf dieses Medikament getrimmt werden, damit sie sich auskennen. Letztlich muss der Arzt verantworten, was er verschreibt. zwinker

Und genau deswegen bin ich eben verwundert: mein eigentlicher Hausarzt hat mit Champix nicht verschreiben wollen, weil er meinte, dass ein Psychopharmaka mehr Schaden anrichtet, als es hilft. Ich bin dann zu einem anderen Doc und der hat es mir sofort verschrieben, obwohl er mich gar nicht kannte. Ich bin psychisch und physisch topfit, daher kein Problem. Aber was wäre, wenn ich ein Psycho wäre? Der Doc hätte einem Psycho einfach so die Pillen verschrieben und der hätte danach einen Amoklauf hingelegt... staun

Daher denke ich: die Ärzte müssen fit sein! zwinker

Das finde ich eine ziemlich falsche Aussage. Ob du nun Champix nimmst oder nicht liegt bestimmt nicht in der Verantwortung eines Arztes, die sollte bei dir liegen. Allerdings erst nachdem er dich aufgeklärt hat.

Für mich würde sowas nie in Frage kommen. Nikotin ist schon ein sehr starkes Gift, da brauch ich nicht noch ein anderes. Ich bin überzeugt, dass es Schäden hinterlässt. Aber es ist halt eine Frage, die sich jeder Mensch selbst stellen muss. In vielen Fällen mag es durchaus einen positiven Endeffekt haben.

08.10.2008 22:56


 
Hallo
ich habe es dank Champix nach über 30 Jahren geschafft. Ich bin jetzt 1 Jahr und 3 Wochen ohne.

Ich bin überzeugt, dass es Schäden hinterlässt.

Ich kann für mich nur sagen, ich habe keine Schäden davon getragen und ich glaube, dass viele hier auch keine "Schäden" durch die Tbl. hatten.
Man sollte sich beswußt sein, dass es ein Medikament ist. Jeder kann für sich entscheiden wie er sich das Rauchen abgewöhnt. Die Beipackzettel von Paracetamol und ASS sind auch nicht ohne. Was hat mein alter Lehrchef mal gesagt:
Etwas was auf der einen Seite hilft kann auf der anderen Seite schaden.
Leider glaube ich einfach, dass in dem ersten Jahr kein Arzt Ahnung von Champix hatte und die meisten auch heute noch nicht.
Aber der Arzt sollte Ahnung von mir haben und abschätzen können ob ich die Tbl. nehmen kann oder nicht.

Seit 18.09.07 ein glücklicher NMR und so soll es bleiben

09.10.2008 07:48


 

Aber der Arzt sollte Ahnung von mir haben und abschätzen können ob ich die Tbl. nehmen kann oder nicht.

Naja, das ist schon sehr schwierig. Kein Arzt weiss wie du auf ein Medikament reagierst. Dafür spielen einfach zu viele Faktoren eine Rolle, besonders wenn die Nebenwirkungen noch psychischer Natur sind... Es ist super, dass es für dich funktioniert hat! Ich will bloss sagen, dass man sich nicht immer auf Medikamente verlassen kann. Viele Heroinabhängige substituieren ja mit Methadon, leider ist Methadon aber auch ein starkes Psychopharmakum. Ich frage mich da einfach, ob es sinnvoll ist, die eine Droge mit der anderen zu ersetzen...

09.10.2008 11:34


 
Hallo Sumo,

ich verstehe schon, was du meinst. Natürlich wäre es das absolut beste für uns alle, wenn wir das Rauchen einfach so sein lassen würden ...
Aber, das habe ich das schon viele Male versucht, genauso wie viele andere hier im Forum.
Und - nachdem es anscheinend bei manchen (und auch bei mir) ohne Hilfe nicht klappt, muss jeder für sich abschätzen welches das kleinere Übel ist. Übel Rauchen gegen Übel Champix.

Mit Methadon vergleichen hinkt insofern ein wenig, da diese Substitution ja dauerhaft gedacht ist, Champix nur für einen kurzen Zeitraum. Dementsprechend ersetzt man ja nicht wirklich die eine Droge durch die andere, man nutzt nur kurzfristig eine andere Droge um endlich weg zukommen von der Sucht.


Champix seit 9.8.08 - NMR seit 23.8.08

09.10.2008 13:36


 
Hallo,

ich glaube das ich es ohne Champix und dieses Forum nicht geschafft hätte mit dem rauchen aufzuhören. Eine Diskussion über Nebenwirkungen von Champix kam mir gar nicht in den Sinn. Mein Wunsch war es mit dem rauchen aufzuhören und ohne Hilfsmittel hatte ich es schon öfter versucht und dann auch mit Nikotinpflaster „es ging immer in die Hose“. Als ich von Champix hörte und hier im Forum auch darüber gelesen hatte, stand für mich fest, damit will ich es versuchen. Klar die eventuellen Nebenwirkungen sind nicht ohne, aber, auf den Zigarettenschachteln steht auch „kann tödlich sein“ und das Zeug habe ich mir 34 Jahre zugemutet und ich wusste die ganze Zeit das es ungesund ist und deshalb können max. 3 Monate Champix nicht gefährlicher sein als weiterrauchen. Und wenn ein Arzt meines Vertrauens zu mir sagt „ es spricht nichts dagegen“, warum sollte ich es dann nicht versuchen. Wenn bei mir sehr viele Nebenwirkungen aufgetreten wären hätte ich natürlich Champix nicht weiter genommen, aber ich kann das ja nur herausfinden wenn ich sie nehme.
Ich kann nur sagen „ mir haben sie sehr geholfen“ und das ist für mich die Hauptsache.

Gruß
Gerd


02.07.08 erste Champix Daumen hoch, NMR seit dem 11.07.2008 zwinker seit 22.08.08 Champixfrei zwinker Klee

09.10.2008 17:25


 

Leider glaube ich einfach, dass in dem ersten Jahr kein Arzt Ahnung von Champix hatte und die meisten auch heute noch nicht.

Zumindest können sich bei uns keine Ärzte auf Nikotinentwöhnung spezialisieren, oder zeit- und geldaufwändig fortbilden weil Nikotinsucht nicht als Krankheit anerkannt wird. Daher werden weder Ärzte für Entzugsbegleitung/behandlung bezahlt, noch werden Medikamente erstattet. Auch unterstützen die Kassen keinen stationären Entzug oder ambulante Entzugstherapie, wie sie es tun müssten, wenn Nikotinsucht als Krankheit definiert wäre.

Man wird als Raucher mit der Angelegenheit ziemlich alleine gelassen.

Gruss, Frank

NMR SEIT 26.01.08, 4 Wochen Champix genommen

09.10.2008 18:58


 
Ich glaube, die einzige "echte" Nebenwirkung von Champix ist die auftretende Übelkeit - der man begegnen kann, indem man das Zeug nicht auf nüchternen Magen nimmt.

Alles andere ist Nebenwirkung des Rauchentzugs. Suizid-Gedanken und Depressionen? Viele Raucher (und Konsumenten anderer Drogen) nehmen ihren "Stoff" als unbewußte Selbstmedikation gegen depressive Tendenzen bzw. die Folgen nicht wirklich ausgelebter Trauer und Verlustschmerzen oder ähnliches. Klar, dass diese Dinge dann hoch kommen, wenn das Beruhigungsmittel weg fällt.

Andere Probleme (Diabetis, Hautreaktionen etc.) sind m.E. darauf zurück zu führen, dass der Stoffwechsel durch den Enzug Amok läuft. Das müßte mal wissenschaftlich überprüft werden. (Wobei das Ergebnis natürlich dadurch beeinflußt würde, wer die Studie bezahlt: der Hersteller von Champix oder die Zigarettenindustrie! zwinker )

nur noch frische Luft und reines Prana seit 04.04.2008

02.12.2008 11:27


 
Wirklich schwieriges Thema. Ich persönlich stehe Champix auch kritisch gegenüber. Vielleicht passiert bei 99% der Leuten nichts weiter schlimmes, wenn sie Champix nehmen. Klar, dann war das die richtige Entscheidung. Aber bei 1% der Leuten treten schlimme Nebenwirkungen auf, die sie ihr Leben lang nicht mehr loswerden. Das liegt an den Genen und keiner kann voraussehen, ob man zu diesen Leuten gehört. Hat überhaupt nichts damit zu tun, ob man schon vorher psychisch auffällig war oder nicht. Ich glaube nicht, dass diese Leute noch einmal Champix nehmen würden oder ob sie sich nicht eher sagen, dass es besser gewesen wäre, ohne Medikamente aufzuhören. Ich verstehe alle Raucher, die Champix sehr dankbar sind, weil es fast keine bessere Hilfe für das Aufhören gibt, aber ich verstehe leider auch alle Leute, die bemerkt habe, dass Champix etwas an einem verändert hat, weil ich es am eigenem Leibe gespürt habe und ich bin sicher, dass das NICHT am Nikotinentzug oder an angesammelter Trauer liegen kann. Man fühlt eine körperliche Veränderung, die sich in einer psyschichen Veränderung zeigt. Auch ich habe Champix nur 3-4 Wochen genommen. Hat nichts damit zu tun, ob man es regelmäßig nimmt oder nicht.
Ich hoffe, dass es bald andere Rauchentwöhnungsmethoden gibt, wie z.B. die Impfung gegen das Rauchen, was nichts mit dem Gehirn zu tun hat. Denn unser Gehirn ist leider extrem empfindlich und erlaubt keine Experimente!!

02.12.2008 20:59