Wein statt Zigaretten?Hilfe!!!

 
Hallo,

ich bin 29 Jahre und habe heute Tag 83 als Nichtraucherin. eigentlich ist das etwas sehr erfreuliches, denn ich hätte nie gedacht, dass ich soweit kommen würde. Jetzt zu meinem PROBLEM ich habe neben den ganz normalen (oder doch eher BÖSARTIGEN) Entzugserscheinungen, noch eine neue angewohnheit entwickelt "DER Vino" Sekt (2-3 Gläser am Abend staun(aber nicht so große)).
Erst war es glaube ich jedenfals eine art Belohnung, doch so mitlerweile werde ich sehr unruhig wenn die Flasche zu ende geht oder schlimmer noch, fast leer ist und ich keinen Ersatz habe. Mein Mann beobachtet das ganze auch schon sehr argwöhnisch und ist nicht sehr erfeut über diese neue Angewohnheit.
Geht es vielleicht noch jemandem so wie mir?

14.07.2008 22:52


 
hallo esmeralda,
das was du hast ist ganz klar eine Suchtverlagerung : ich hatte das ähnliche Problem , da ich auf keinen Fall Alkoholikerin werden möchte weil ich diese edlen Tropfen einfach zu sehr liebe , habe ich 5 Monate so gut wie gar nichts getrunken , es fällt schwer aber glaube mir ,es ist auszuhalten vor allem nach ein paar Wochen denkst Du nicht mehr daran .
ich war wirklich scharf an der Grenze zur Sucht : Alkohol zu missbrauchen ist nicht zu unterschätzen , ich habe mir Hilfe geholt, meine Hausärztin hat mich sehr dabei geholfen ,
jetzt trinke ich ab und an was und ich habe mich verändert , ich werde dieses kontrolliertes Trinken beibehalten ,
dazu gehört eiserne Disziplin und vor allem viel Kraft und Unterstützung , und ohne Alkoholbetäubung lebt es sich viel besser weil im Grunde schmeckt nach 3 Gläsern der wein ja nicht mehr so sehr lächel
Gruss Catherine

14.07.2008 23:47


 
Guten Morgen,

zunächst einmal Herz herzlich Herz willkommen hier im Forum und herzlichen Glückwunsch zu dem bisherigen tollen Erfolg auf dem Weg ins Nichtmehrraucher-Land. Blume Blume Blume

Ich empfehle Dir, Deine NMR-Uhr incl. der darin enthaltenen NMR-Liste zu aktivieren – s. linke Seite. Das ist eine sehr große Motivationshilfe!!!


Sei froh, dass man nicht von heute auf morgen alkoholabhängig wird! Außerdem wird nicht, - anders als beim Nikotin, - jeder vom Suchtmittel Alkohol abhängig … aber jeder, der sich Gedanken um sein Trinkverhalten macht, ist auf jeden Fall sehr gefährdet.
Wenn Du jetzt bereits Probleme hast, auf ein Gläschen zu verzichten, dann hast du Dich wahrscheinlich auch schon als Raucherin
mit dem ein oder anderen Gläschen „belohnt“.

Ich empfehle Dir, vielleicht mal die Anonymen Alkoholikern (oder eine andere Selbsthilfegruppe) zu besuchen, um herauszufinden, ob Du bereits alkoholabhängig bist. Dort sitzen die „Fachleute“ am Tisch, die mehr Erfahrung mit dieser Sucht haben, als jeder Arzt! Dein Mann kann dann direkt eine entsprechende Alanon-Gruppe als Angehöriger besuchen und sich aufklären lassen.

Ich hoffe, dass Du Dich bei uns wohlfühlen wirst, und freue mich auf Deine weitern Berichte.

Liebe Grüße und alles Klee Gute
lächel Anne


NMR seit 4.7.07 Klee KEINE mehr! Auch nicht diese EINE!

15.07.2008 09:02 | geändert: 15.07.2008 11:02


 
Hallo Esmeralda!

Mir geht es genau wie dir.
Ich bin jetzt seit 14 Monaten NMR. Und seitdem trinke ich mehr.
Ich habe mir auch schon meine Gedanken gemacht, ob das nun ein Suchtverlagerung ist, oder ob ich vorher genau soviel getrunken habe?!
Jetzt gleich zu den Anonymen Alkoholikern zu rennen finde ich etwas übertrieben.
Wenn du Angst hast ein Alki zu sein kannst du mal testen ob du vier Wochen ohne einen Tropfen aushälst. Ich glaube gelesen zu haben, wenn man das schafft ist man kein Alkoholiker.

Aber vielleicht ist es erstmal wichtiger sich auf eine Sache, dem von der Kippe weg kommen, zu konzentrieren. Das ist gerade in den ersten Monaten schwer genug!
Du kannst ja erstmal den Weinkonsum reduzieren, und später dieses Problem angehen.

Für mich muß ich aber auch noch eine Regelung im Bezug auf den Alkohol finden. So wie: Ich trinke nur noch am Wochenende, oder nur noch in der Kneipe.

Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft.

Uwe


Rauchfrei seit 27.04.07 (ein Ausrutscher am 14.10.07)

17.07.2008 15:29


 
Hallo Esmeralda!

Hör bitte lieber auf Anne und Catherine. Formulierungen wie "gleich zu den anonymen Alkoholikern rennen" oder "ein Alki sein" oder dieses Ammenmärchen mit den 4 Wochen zeigen mir, dass Uwe hier nicht so der kompetenteste Ansprechpartner zum Thema Alkoholismus ist.
Sorry, Uwe, aber ich bin selbst eine "Trockene" und da rollen sich mir die Zehennägel. Wenn das Thema so bedrohlich erlebt wird, dass Esmeralda es hier anspricht, kann es nicht so harmlos sein. Und Alkoholismus ist wahrhaft nicht zu unterschätzen.
Es gibt nicht nur schwarz oder weiß, also "alkoholabhängig" oder "nicht alkoholabhängig". Ich habe schon den Eindruck, liebe Esmeralda, dass Du bei mittelgrau bist, dass das bei Dir nicht ganz so harmlos ist, und zwar GENAU WEGEN DIESEM SATZ:
mitlerweile werde ich sehr unruhig wenn die Flasche zu ende geht oder schlimmer noch, fast leer ist und ich keinen Ersatz habe.
Das ist der Klassiker! Bitte hol Dir unbedingt Hilfe. Das ist ja alles noch keine Kathastrophe, aber Du hast es richtig erkannt als eine Gefahr! Gefahr erkannt - Gefahr (fast schon) gebannt lächel
Es gibt übrigens auch online-meetings und anonyme Telefonberatung bei AA!
Lieber Uwe, ich will Dir wirklich nicht ans Bein pinkeln, aber auch Dein Satz
"Für mich muß ich aber auch noch eine Regelung im Bezug auf den Alkohol finden.
So wie: Ich trinke nur noch am Wochenende, oder nur noch in der Kneipe.
ist ein absoluter Alkoholiker-Klassiker! Ruf doch mal an, die sind echt nett, die AA´s. Und Sucht ist Sucht. Alles was man über Sucht lernt, nützt auch beim NMR! Alles Liebe, FeeBee


Der Wunsch nach Freiheit ist stärker als die Sucht.

23.08.2008 16:00 | geändert: 23.08.2008 16:08


 
Hallo Esmeralda,

ich hätte noch eine ganz andere Frage:
Wie gehts dir eigentlich? Bist du noch NMR? staun
Besteht dieses Vielleicht-Alkohol-Problem für dich noch?
Lass doch bitte mal von dir hören, ja! Daumen hoch

Ich wünsche dir ein schönes rauchfreies Wochenende Sonne Sonne
Liebe Grüße Blume Blume Blume
Jasmin


NMR seit 08.02.2008

23.08.2008 16:13


 
Hallo Leute,

ich habe gerade das Gefühl, das mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird (bin selbst das Kind eines Alkoholikers).

Seien wir doch mal ganz ehrlich, wir haben alle ein Ventil gesucht mit dem NMR klar zu kommen (wir haben Sport getrieben, die Bude komplett aufgeräumt und auch Alkohol getrunken (es entspannt einfach).

Also, als erstes sollet mal hinterfragt werden, ob da vorher schon Probeme bestanden haben.

Im Freundeskreis hatten wir im letzten Jahr auch einen geouteten Alkoholiker (bei dem ich ich nie vermutet häte, trotz meiner Senbilisierung). Aber dieser Freund war einfach in beruflicher Hinsicht überfordert.

Ich bin der Meinung nicht wird so heiß gegessen wie es gekocht wird, es sollte einfach nur mehr hinterfragt werden.

LG Heidrun



rauchfrei dank Champix seit dem 22.03.2007

24.08.2008 00:04


 
Hi Heidrun,
da die ursprünglichen Beiträge ja schon etwas älter sind, was ich aber beim ersten Antworten nicht gesehen hatte, habe ich vielleicht etwas zu krass formuliert, um "aufzurütteln"...
Das ändert aber nichts an meiner Meinung. Allerdings kann ich natürlich nicht sagen, ob ich, wenn ich nicht zufällig selbst betroffen wäre und seit 10 Jahren nichts mehr trinke, nicht auch selber am NMR-Beginn mehr getrunken hätte.
Bei mir war es halt Nougatschokolade (daher auch Moppelclub zwinker ). Alkohol kam ja für mich überhaupt nicht in Frage.
Alkohol und Nikotin hängen aber irgendwie eng zusammen. Es sind ja auch die ersten beiden Sachen, an die ein junger Mensch "herankommt" (mittlerweile vielleicht auch noch Cannabis) und die meisten Raucher trinken eben auch Alkohol, VERMUTE ich mal.
Ist aber vielleicht ein interessantes Thema für hier...von wegen Suchtverlagerungen und so. Ich könnte mir vorstellen, dass es doch einige beschäftigt....

Der Wunsch nach Freiheit ist stärker als die Sucht.

24.08.2008 10:38


 
Hallo an alle,
obwohl dieser Artikel (Suchtverlagerung) schon etwas älter ist, muss ich mich nun darauf beziehen und kann den Wahrheitsgehalt nur bestätigen.
Ich stehe momentan total unter Schock, das ich auch Sucht verlagert habe.
Ich bin seit kurzer Mitglied in diesem Forum und habe ab seit dem 05.11.08 meinen Tablettenmissbrauch und meinen Nikotinkonsum mit Unterstützung dieses Forums total eingestellt .

Vor einigen Tagen jedoch musste ich jedoch mit Schrecken feststellen, dass ich mich nun auch des öfteren mit diesem "Gläschen" Wein für die andere Leistung belohnt habe.
Ich habe sofort den Alkohol weggelassen und trotz der sehr kurzen Zeit gab es schon wieder Entzugserscheinungen.


Meine Güte wann ist das mal alles vorbei.

NMR seit 05.11.08

03.01.2009 12:00


 
Liebe Monika,

ich möchte Dir wieder empfehlen, professionelle Hilfe zu holen.

Wir können hier nicht beurteilen, wie stark Dein Entzug (und von was!?) ist.
Ggf. ist eine stationäre Entgiftung ganz dringend erforderlich!

Ohne diese hätte ich z.B. den Entzug vom Alkohol lt. Aussage der Ärzte nicht überlebt!!!
Und bei einer Medikamentenabhängigkeit sieht das nicht anders aus!
Aber nur ein Arzt kann Diagnosen stellen!

Herzliche und besorgte Grüße
Anne

NMR seit 4.7.07 Daumen hoch Seit dem KEINE mehr! zwinker Auch nicht diese bäh EINE!

03.01.2009 12:26 | geändert: 04.01.2009 11:27


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