Wie reagiert unser Körper [7]

 
Hallo an alle hier.
ich rauche seit 5 Wochen und 2 Tage nicht mehr und bin darauf auch Stolz. Ich hatte seit meinem 16. Lebensjahr geraucht also genau 24 Jahre (was für eine lange Zeit).
Nun wie soll ich es sagen....ich rauche zwar nicht mehr habe aber so das Gefühl das es mir seitdem eher etwas schlechter geht als besser.
Es fängt damit an das ich manchmal das Gefühl habe schwerer Luft zu bekommen, nach dem essen Probleme mit der Verdauung zu haben, manchmal mein Kreislauf kolabiert (Blutdruck mal runter mal rauf, aber meistens doch ganz gute Werte), Müdigkeit und Lustlosigkeit.
Ich bin Brillenträger und meine schlechter zu sehen wie in der Zeit als ich rauchte.
Wer kennt dieses Problem auch ???
Was tut oder was habt Ihr dagegen getan ?

Oder stehe ich mit diesen Problemen etwas alleine da ???

Danke allen Euch für die Hilfe.

LG Thomas

10.02.2008 10:41


 
Hallo Thomas,

zu Deinen Schilderungen kann ich sagen, dass ich am Anfang auch häuftig das Gefühl hatte, schlechter Luft zu bekommen.

Mein Arzt hat mich aufklärend beruhigen können. Das kommt vor...genau wie die schlechtere Verdauung. Der Körper arbeitet auf Hochtouren mit der Reinigung, der Stoffwechsel stellt sich um – u.u.u....das beeinträchtigt auch den Kreislauf!

Du stehst also keinesfalls allein da, und wenn Du Dich hier registrierst, schon mal gar nicht. zwinker lächel lach

Sei stolz auf Deinen bisherigen Erfolg und lass Dir von diesen Teufel Burschen Teufel nichts einreden.... Daumen hoch Daumen hoch

LG Sonne
Anne


NMR seit 4.7.07 Sonne Ich wünsche allen viel Erfolg!

10.02.2008 11:05


 
Hallo Akro,

danke für die schnelle Antwort, na da bin ich ja wieder etwas beruhigter jetzt, ich dachte schon nun hörste mit dem Rauchen auf und jetzt wirste dafür bestraft staun

Ja ich werde mich jetzt gleich registrieren lach


LG Thomas

10.02.2008 11:18


 
Nebenhöhlen, Hals, Durchfall, Schwitzen (Nachts), Schlafstörung ...


Hallo Zusammen,

als aller erstes: Finde dieses Forum hier suuuuper. Macht riesig Spass Eure Beiträge zu lesen und es hilft einem wirklich weiter.

Bin erst seit einer Woche rauchfrei und leide seit dem ersten Tag schlimmer als ein Hund. Bin 36, habe rd. 20 Jahre eine Schachtel täglich geraucht. Hatte plötzlich keinen Bock mehr und hörte auf.

So, nun sitz ich hier und bin seit dem ersten rauchfreien Tag krank. Zunächst hat es mir nur den Kreislauf verspult. Am 2. Tag, fing meine Nase an zu triefen und ich konnte nachts schlecht schlafen. Am 3.Tag wurde der Schleim schon zäher und ich wurde latent agressiv. usw...

Jetzt sind 7 Tage vorbei. Meine Agressionen vorüber, meine Schlaflosigkeit wohl auch.

Alles andere aber - Gruss übel !

Bin verstopft ohne Ende. Kriege das Zeug kaum noch aus der Nase. Meine Zunge ist total beschlagen. Hals wird zunehmend rauher. Der erste Husten setzt ein. Meine Verdauung wird nicht besser. Fühle mich, als ob ich ich ne richtig miese Grippe habe. Habe aber weder Kopf- und Gliederschmerzen, noch fühl ich mich schwach und habe auch kein Fieber. Auch wenn die Symptome auf eine Erkältung deuten lassen, habe ich den EIndrucj, dass dies nicht stimmt. Ne Erkältung fühlt sich anders an. Fühle mich eher wie vergiftet.

Nun bin ich ziemlich ratlos. Kann doch nicht rumsitzen und hoffen, dass geht alleine vorüber.

Meine Bitte an Euch: Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Habt Ihr Tips, wie man dem Ganzen begegnen soll. Wollte bis jetzt weder zum Arzt gehen, noch Medikamente nehmen. Was tun?

Gleich vorweg, vielen, vielen Dank für Eure Zeilen. Bleibt sauber. LG Alex

Bin

05.08.2008 09:00


 
Hallo Alex,
sei zuerst einmal recht herzlich willkommen hier im Forum. Schön, dass du schon eine Woche rauchfrei bist. Daumen hoch
Ja jeder Körper reagiert anders mit der Entgiftung. Zur Reinigung des Körpers gehört Schleimbildung, Nasen laufen etc. So wie du schreibst, könnte es aber auch um eine Erkältung handeln. Kenne verschiedene Leute aus unterschiedlichen Regionen, die eine Sommererkältung haben. Vielleicht solltest du, wenn es heut und morgen nicht besser wird, doch mal zu einem Arzt gehen.
Wünsche dir viel Erfolg auf deinem weiteren Weg und natürlich gute Besserung.
L.G. Ute Blume

PS: vielleicht legst du dir ein Tagebuch an, dann findest du Antworten für dich viel besser.

Seit 18.09.07 ein glücklicher NMR und so soll es bleiben

05.08.2008 09:11


 
Zitat von Steffen:

Aber denn noch brauche ich Eure Erfahrungen.

Kann sein, das mein Körper übersensibel reagiert ? Ich habe das

Gefühl eine Mimose zu sein, überall, im und am Körper zwickt jeden

Tag etwas neues. Habe ich die vielen Jahre, des Qualms, meine

Nervenzellen damit betäubt und muß nun meinen Körper

neu erfahren. Diese Körperreaktion macht mir schon etwas

Bedenken, da ich aus der Vergangenheit so etwas garnicht kenne.

Ich denke das in 30 Tagen eine körperliche Entgiftung nicht

abgeschlossen sein kann. Jede Zelle wird sich wehren, das Gift,

mit der es über 30 Jahre gelebt hat freiwillig abzugeben.

Vielleicht ist es die Regenerierung der Zellen, was die

Überempfindlichkeit hervor ruft ??


Wenn jemand gleiche Erfahrungen gemacht hat, wäre ich sehr

dankbar für jede Antwort.

Mit freunliche Grüßen

Steffen


Wenn ich mir nochmal was anzünde, dann höchstens den Grill!

30.10.2008 11:18


 
Kann sein, das mein Körper übersensibel reagiert ?

Physiologische Wirkung
Nikotin wirkt stimulierend auf nikotinerge Acetylcholinrezeptoren. Dieser Rezeptortyp befindet sich in parasympathischen Ganglien, sympathischen Ganglien, im Nebennierenmark, Zentralnervensystem und an den motorischen Endplatten. In kleinen Konzentrationen hat Nikotin einen stimulierenden Effekt. Nachdem es in den Blutkreislauf gelangt, fördert es die Ausschüttung des Hormons Adrenalin sowie der Neurotransmitter Dopamin und Serotonin. Nikotin beschleunigt den Herzschlag und erhöht den Blutdruck. Es kommt u. a. zu einer Abnahme des Hautwiderstandes und einem Absinken der Hauttemperatur. Zu den zentralen Effekten gehören vor allem die Steigerung der psychomotorischen Leistungsfähigkeit sowie der Aufmerksamkeits- und Gedächtnisleistungen. Diese Steigerung ist allerdings nur von kurzer Dauer. Durch die Nikotinzufuhr verringert sich der Appetit. Es kommt zu einer Steigerung der Magensaftproduktion und zu einer erhöhten Darmtätigkeit. Außerdem ist auch eine antidiuretische Wirkung des Nikotin bekannt. Entzugserscheinungen wie Kopfschmerzen oder Ängstlichkeit können bis zu 72 Stunden andauern. In niedrigen Dosen verursacht Nikotin meist eine Stimulierung der sympathischen Ganglien sowie eine Adrenalinausschüttung, was zur Verengung von Blutgefäßen in der Peripherie des Körpers (Extremitäten) und zum Absinken der dortigen Körpertemperatur führt.
Es wird diskutiert, ob der beschriebene Mechanismus dazu beiträgt, dass Adern verstopfen können, die Gefahr für Thrombose (eine Gefäßerkrankung, bei der ein Gefäß durch einen Thrombus (Blutgerinnsel) verstopft wird), Herzinfarkt (ein Myokardinfarkt (MI) bzw. Herzinfarkt ist eine Zerstörung von Herzmuskelgewebe aufgrund einer Durchblutungsstörung) und Raucherbein steigt. Die Haut wirkt schlaff und grau, Frauen kommen früher in die Wechseljahre, Männer verlieren ihre Potenz, Wunden und Knochenbrüche heilen langsamer, die Gefahr für eine Maculadegeneration und damit Blindheit steigt. Studien zufolge kann jedoch nicht das Nikotin alleine für diese Effekte des Tabakkonsums verantwortlich gemacht werden, da Zigarettenrauch weitere toxische Substanzen enthält.
Quelle: Wikipedia/Nikotin http://de.wikipedia.org/wiki/Nikotin

Dein Körper reagiert nicht wie ein Mimöschen sondern vollkommen normal. Der ganze Organismus verändert sich, der Stoffwechsel, die Haut (viele, darunter auch ich) bekamen mehr Pickel im Gesicht als man in der Pubertät hatte. Es dauert nunmal seine Zeit bis der Körper wieder halbwegs funktioniert. Bei dem einen geht es schneller, beim anderen langsamer. Aber letzendlich ist es etwas positives, denn der Körper erholt sich ja.


Wie reagiert mein Körper
nach 20 Minuten.
Blutdruck und Puls sinken auf normale Höhe.
die Körpertemperatur von Händen und Füßen steigen auf normale Höhe.
nach 8 Stunden.
Der Kohlenstoffmonoxidspiegel im Blut sinkt auf normale Höhe.
der Sauerstoffspiegel im Blut steigt auf normale Höhe.
nach 24 Stunden.
Rückgang des Herzinfarkt-Risikos.
nach 48 Stunden.
Die Nervenenden beginnen mit der Regeneration.
Das Gehen wird leichter.
Die Lungenfunktion verbessert sich um bis zu ca. 30 %.
nach 2 - 12 Wochen.
Der Blutkreislauf stabilisiert sich.
Geruchs- und Geschmacksnerven arbeiten verstärkt..
nach 1 - 9 Monaten.
Rückgang von Hustenanfällen, Verstopfung der Nasennebenhöhlen, Abgespanntheit und Kurzatmigkeit.
Das Flimmerepithel der Lunge wird wieder aufgebaut, dadurch erfolgt Schleimabbau und allgemeine Reinigung der Lunge sowie eine Verringerung der Infektionsgefahr.
nach 1 Jahr.
Das zusätzliche Koronarinsuffizienzrisiko fällt auf die Hälfte des Risikos eines Rauchers.
nach 5 Jahren.
Das Lungenkrebs-Todesrisiko des früheren Durchschnittsrauchers verringert sich um fast die Hälfte.
Das Herzinfarkt-Risiko verringert sich in einem Zeitraum zwischen 5 und 15 Jahren auf das eines Nichtrauchers.
Das Krebsrisiko von Mund, Luft- und Speiseröhre verringert sich auf die Hälfte des Risikos eines Rauchers.
nach 10 Jahren.
Das Lungenkrebsrisiko hat sich auf das von Nichtrauchern verringert.
Präkanzerose Zellen werden ausgeschieden und ersetzt.
Das Krebsrisiko von Mund, Luft- und Speiseröhre, Harnblase, Nieren und Bauchspeicheldrüse sinkt.
nach 15 Jahren.
Das Risiko einer Koronarinsuffizienz ist so hoch wie das eines Nichtrauchers.

Das war jetzt hoffentlich nicht zuviel in einem. Ich hoffe, dass es ein klein bisschen deine Frage beantwortet hat.
L. G. Ute


Seit 18.09.07 ein glücklicher NMR und so soll es bleiben

30.10.2008 15:20 | geändert: 30.10.2008 15:22


 
Hallo Steffen,

ich kann nur aus der 7-jährigen Rauchabstinenz erzählen.

Manches Deiner Erzählung kommt mir bekannt vor. Aber ich fand es nicht schlimm, es bestätigte mich nur darin, was für ein Fehler es doch war, meinen Körper ein halbes Leben lang so traktiert zu haben. (Ups, das sollte ich mir jetzt noch mal gut vor Augen halten.) - Ich hatte die ersten 7 Monate nach dem Aufhören zusätzlich Aphten im Mund. Aua, aua, aua, aber auch das bestätigte mich nur. - Der Körper muss sich umstellen und regenerieren. Das braucht einfach Zeit.

LG
Meggie

05.11.2008 12:31


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